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Standortwahl

Die Standortwahl ist ein wesentlicher Faktor bei der Auspflanzung. So ist es natürlich von Vorteil, wenn die Palme in einer milden Klimazone ausgepflanzt wird. Also z.B in der Westhälfte Deutschlands oder in den Weinanbaugebieten. In Städten ist es ebenfalls immer etwas wärmer, als in ländlichen Regionen.

Generell kann man sagen, dass in den warmen Regionen Deutschlands Palmen mit einer Frosthärte von – 12 °C an zum Auspflanzen ohne, bzw. mit leichtem Winterschutz geeignet sind. In den kühleren Regionen Deutschlands können diese Palmen ebenfalls ausgepflanzt werden, sollten aber mit einem leichten Winterschutz geschützt werden. In den kalten Gebieten Deutschlands ist das Auspflanzen nur mit gutem Winterschutz ratsam. Aber auch hier ist die Auspflanzung sehr winterharter Palmen auf jeden Fall einen Versuch wert.

Das Mikroklima spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. So ist es vorteilhaft, wenn die Palmme in Südlage und oder vor einem beheizten Haus gepflanzt wird. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Palme an einem möglichst windgeschützten Platz steht. Optimal wäre es, wenn die Palme an einem regen- und schneegeschützten Platz stehen würde, so dass sie nicht schutzlos dem Wetter ausgesetzt ist.

Auspflanzen

Eine Palme kann ausgepflanzt werden, wenn sie eine Größe von 50 cm ereicht hat, bzw. der Wurzelballen einen Durchmesser von 20 cm hat und wenn die ersten ungeteilten Blätter vorhanden sind. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Pflanze 4-5 Jahre alt ist.

Bevor eine Palme ausgepflanzt wird, sollte sie zunächst langsam an den Standort und die Mittagssonne gewöhnt werden. Der Beste Auspflanzzeitpunkt ist das Frühjahr. Sobald es keine Frost mehr gibt sollte die Palme ausgepflantz werden, da die Palme umso mehr Zeit hat sich an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Das Auspflanzen ist noch bis August sinvoll, danach wäre die Zeit bis zum Winter zu kurz. Der Boden sollte auf jeden Fall gut drainiert sein und die Palme sollte im Sommer leicht gedüngt werden.

Winterschutz

Besonders wichtig ist es, dass die Palme im ersten Jahr nach der Auspflanzung im Winter besonders gut geschützt wird. Wenn sie sich erstmal bewährt hat, wird sie dann die nächsten Winter besser überstehen.

Sobald die Temperaturen niedriger werden, sollten die ausgepflanzten Palmen mit Rindenmulch gemulcht werden. Der Winterschutz wird erst errichtet, wenn sich die Temperatur bis auf ca. 5 Grad an die Maximaltemperaturen nähert Um den richtigen Zeitpunkt zu finden, muss man aber auch die Größe und das Alter der Palme beachten. Da ältere, größere Palmen mehr Frost vertragen als junge Pflanzen, müssen die älteren Pflanzen natürlich dementsprechend später geschützt werden.

    • Leichter Winterschutz

Um das Wachstumszentrum der Palme zu schützen sollten die Blätter mit einem Seil an mehreren Stellen locker zusammengebunden werden. Sie sollten aber nicht zu eng suzsammengebunden werden, da sonst keine Luft mehr an das

Palme von Schnee bedeckt

Herz kommt und es zu Fäulnis kommen kann. Das Zusammenbinden hat auch den Vorteil, dass die Palme vor Wind und Schnee geschützt wird.

Da die Wurzeln am empfindlichsten sind, sollten diese auf jeden Fall gut geschützt werden. Dieses kann durch das Zudecken des Wurzelbereiches mit Rindenmulch, Laub oder Stroh gewährleistet werden.

Der Schutz des Wurzelbereiches sollte bei allen Arten von Winterschutz durchgeführt werden und gilt somit auch für den Mittleren uns Ausführlichen Winterschutz

    • Mittlerer Winterschutz

Beim Mittlerenn Winterschutz müssen die Blätter zunächst wie beim leichten Winterschutz zusammengebunden werden. Hinzu kommt jetzt aber noch, dass die Blätter mit einer Stroh- oder Schilfmatte bzw. einem Jutesack umwickelt wird, der auch das obere Ende des Stammes bedecken sollte. Kleinere Pflanzen können ganz eingepackt werden.

Diese Art von Winterschutz schützt vor allem gut vor Wind, Schne und mittlerem Frost. Aber sobald es die Temperaturen es zulassen, sollte der Winterschutz wieder entfernt werden, damit wieder ausreichend viel Luft an die Palme gelangt, da es sonst zu Fäulnis kommen kann.

    • Umfangreicher Winterschutz

Eine Möglichkeit eines guten Winterschutzes ist das Erichten eines Schutzes mittels Luftpolsterfolie, der recht einfach zu erichten ist, da die Folie einfach geklebt oder auch genäht werden kann.. Auch hier sollten die Blätter (wie schon oben beschrieben) zusammengebunden werden, was auch den Vorteil hat, dass der Winterschutz nicht allzu groß wird. Zur Erichtung des Schutzes wird ein stabieler Stab an den Stamm gebunden, bzw. bei kleineren Pflanzen neben die Palme in die Erde gesteckt, der ein gutes Stück über die Blattkrone hinausragen sollte. An diesem Stab wird nun die Folienkonstruktion aufgehangen. Die Folie sollte überall mindestens eine Handbreit von der Palme entfernt sein und sollte bis zumm Boden reichen, wo er mit Heringen im Boden verankert wird.

Es ist auf jeden Fall ratsam wiederverschließbare Lüftungsklappen einzubauen, die an wärmeren Tagen geöffnet werden sollten, da der Schutz dann wie ein Treibhaus wirkt und es schnell zur Fäulnis durch schlechte Belüftung kommen kann.

Eine andere Möglichkeit ist es ein dauerhaftes Gewächshaus für die Winterzeit aufzubauen. Dieses kann aus Holz, Glas oder Folie erichtet werden, ist aber im Aufbau sehr aufwendig. Auch hierbei sollte darauf geachtet werden, dass eine ausreichende Belüftung gegeben ist und dass die Wurzeln gut geschützt sind.

Eine weiter Möglichkeit ist es Heizungen wie z.B Öllampen oder Heizlüfter mit Frostwächterfunktion in den Winterschutz zu integrieren. Hierbei muss aber darauf geachtet werden, dass die Heizung vor Feuchtigkeit geschützt wird, nicht direkt auf die Palme gerichtet ist und nicht in der Nähe von Brennbaren Materialien steht.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass die Palme mit Winterschutz üerlebt. Aber diese Methoden haben sich seit langen Jahren bewährt und die Chancen, dass die Palme überlebt sind sehr gut

Frostschäden

Wenn die Temperatur unter die Frosttoleranz der jeweiligen Palme fällt können Frostschäden auftreten. Die Frosthärtr von Palmen beruht auf mehreren Faktoren (Link Frostharte Palmen) und können von Pflanze zu Pflanze variieren.

Bei sehr niedrigen Temperaturen falten die Blätter zunächst ihre Segmente zusammen um sich zu schützen. Als nächstes treten dann vereinzelt dunkle Flecken auf den Blättern auf. Bei noch geringeren Temperaturen können sich die Blätter in eine dunkelgrüne, unnatürliche Farbe verfärben. Aber solange ein Blatt noch zusammengefaltet ist, ist es noch am leben. Bei höheren Temperaturen entfalten sich die Blätter, die überlebt haben wieder. Bei sehr starken Frösten, können Teile des Gewebes absterben, im Extremfall können sogar ganze Blätter absterben.

All diese Schäden schwächen die Palme zwar, aber gefähreden erstmal nicht das überleben der Palme.

Ein ernsteres Problem ist es, wenn sich ein Neutrieb aus dem Vegetationspunktziehen lässt. Das heisst nämlich, dass das Herz der Palme beschädigt ist. Daraufhin sollte die Palme abundzu überprüft werden, aber auf keinen Fall sollte mit Gewallt am Neutrieb gezogen werden. Ist es einmal so weit gekommen, dass sich ein Trieb aus dem Vegetationspunkt ziehen lässt, sollte dieser entfernt weren und der Vegetationstrieb sollte auf jeden Fall trocken gehalten werden. Im Frühjahr kann man dann probieren, die Palme mittels einer Chinosol-Behandlung des Herzens am leben zu erhalten. Dieses Mittel verhindert größtenteils Herzfäulnis, die zum absterben der Palme führt.

Ist eine Palme abgestorben, so werden die Blätter und Blattstiele nacu und nach schwarz und es lassen sich immer mehr Blätter herausziehen.Der Stamm hat dann am Ende ein großes Loch im Vegetationspunkt und der Stamm ist weich.

Winterschutz Bananen

Es gibt auch einige Bananenarten, die weitestgehend winterhart sind und zum Auspflanzen geeignet sind.

Bei – 3 °C sterben zunächst die Blätter ab und des weiteren frieren die Bananen bodeneben zurück. Nachdem die Blätter abgestorben sind, werden sie abgeschnitten und der Wurzelbereich wird gemulcht. Die Staude wird mit einem Zaun umbaut und der Stamm wird – wenn auch er abgestorben ist – dementsprechend gekürzt. Die abgeschnittenen Blätter können zusätzlich als Mulch verwendet. Der umzäunte Bereich wird des weiteren mit trockenem Stroh aufgefüllt und es können einige Querstreben angebracht werden, um den Druck durch eventuelle Schneelast zu verringern. Abschließend wird noch eine Plane angebracht werden. Diese sollte allerdings nur den oberen Teil bedecken, da auch hier die Belüftung sehr wichtig ist.