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Die abgebildeten Sämlinge der Agastache (Bild 1) sind 14 Tage nach der Aussaat noch zu klein um aus der Saatschale entnommen und verpflanzt zu werden. Saatschalen mit Töpfchengittereinsatz wie links abgebildet sind sehr gut zur Aussaat geeignet. Vorteil dieser Einsätze ist das bei der Entnahme die Wurzelballen der Pflanzen nicht beschädigt werden und damit das Wachstum nicht gestört wird. Je nach Größe des Saatgutes lege ichzwischen 3 – 7 Körner in die Töpfe, dadurch erhält man recht schnell schöne kräftige Pflanzen. Die Kunststoff Schalen können jahrelang verwendet werden, lassen sich ineinanderstecken und sehr gut stapeln.

Nun sind die Agastache Sämlinge ca. 4 Wochen alt und haben eine ideale Größe zum Topfen ! Die Aussaat erfolgte im März, Anfang April wurden sie getopft und im Mai an eine geschützte Stelle im Garten aufgestellt. Bevor die Pflanzen in den Garten kommen sollten sie auf jeden Fall abgehärtet werden ! Vergisst man dies kann es sehr schnell zum Kälteschock kommen was entweder zum Verlust der Pflanzen führt oder aber das Wachstum nachhaltig sehr negativ beeinflusst ! Lüften im Zimmer oder Gewächshaus fördert die Abhärtung. Auch ein kühler Wintergarten ist sehr empfehlenswert.

 

Vor Jahren habe ich einige Versuche mit Jiffy Quelltöpfchen aus Torf durchgeführt. Auf den Bildern ist eine frisch gekeimte Ligularia dentata zu sehen. Große Samenkörner sind für diese Aussaatmethode sehr gut geeignet. Einfach 1-3 Körner in die kleine Öffnung legen und diese dann verschließen. Da diese Quelltöpfchen aus Torf sind und bei Bodenwärme gerne schnell austrockenen muss darauf geachtet werden das sie gleichmäßig feucht bleiben ! Daher ist es sinnvoll in die Saatschale eine 1cm starke Schicht aus Kiessand auszulegen und erst darauf die Jiffi Töpfchen zu stellen, dadurch bleiben diese gleichmäßiger feucht was die Keimung fördert. Nebeneffekt, die Wurzeln der Keimlinge nehmen so wenn sie aus den Töpfchen herauswachsen keinen Schaden ! Die Versuche verliefen insgesamt gut, daher nutze ich die Jiffis auch heute noch !. Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden das etliche Stauden diese Torfsubstrate nicht mögen und sich ein bisschen schwer damit tun, da bleibt man dann besser bei der herkömmlichen Aussaatmethode ! Getopft werden die Pflanzen wenn die ersten Wurzeln aus dem Jiffy Topf herauswachsen. Das feinmaschige Netz der Jiffis ist ein Naturprodukt und zerfällt nach und nach. Achja, der Preis ! Die Jiffis gibt es in 25er, 50er und 100er Packungen, die 100er kostet ca. 9 Euro, die kleineren Packungen sind im Verhältnis dazu deutlich zu teuer daher kaufe ich sie nicht.

 

Die meisten Gartenliebhaber werden ihre Pflanzen nicht topfen, sondern sie aus der Saatschale direkt in den Garten setzen, das sollte aber erst durchgeführt werden wenn sie mindestens 2 Blattpaare ausgebildet haben und kräftig genug für diese Prozedur sind ! Der Gartenboden muss gelockert und eventuell mit einem Dünger leicht vorgedüngt werden. Am besten pflanzt man die Stauden in den frühen Abendstunden oder an einem bedeckten Tag. Auf keinen Fall darf an einem vollsonnigen Tag gepflanzt werden, die Pflanzen schlappen dann sehr schnell u. können Verbrennungen an den Blättern bekommen. Nachdem einpflanzen müssen die Pflanzen angegossen werden, diese Prozedur sollte in den nächsten 1-2 Wochen regelmäßig wiederholt werden. Erst wenn die Pflanzen angewachsen sind erübrigt sich das. Noch eins, generell dürfen Pflanzen NICHT in der prallen Sonne gegossen werden da dies zu Verbrennungen der Blätter führen wird, es spricht jedoch nichts dagegen den Boden zu wässern !

Bei vielen beliebt ist auch die Pikiermethode, dabei werden die Pflanzen aus der Saatkiste in eine Pikierkiste vereinzelt. Dies bringt den Vorteil das sich die Pflanzen in der Regel besser entwickeln als wenn sie direkt in den Garten kommen ! Die Pflanzen sollten aber mit einen entsprechenden Abstand in die Kiste gesetzt werden, damit sie nicht bereits nach 2-3 Wochen wieder zu eng stehen. Das Substrat sollte mit Nährstoffen versehen werden, am besten eignen sich biologische Langzeitdünger die über mehrere Wochen gleichmäßig Nährstoffe abgeben. Damit ist ein gutes Wachstum der Pflanzen gewährleistet. Ansonsten kann auch mit einem flüssigen Dünger 1-2 mal pro Woche nachgedüngt werden. Wie lange die Pflanzen in der Pikierkiste stehen können hängt vom Wachstum der einzelnen Stauden ab, einige sind vielleicht nach 4-6 Wochen soweit in den Garten zu kommen, andere vielleicht erst nach Monaten oder gar erst im folgenden Frühjahr. In der Regel können bzw. sollten die Pflanzen entnommen werden wenn sie wuchern und sich gegenseitig stören.